wirtschafts_newsVolkswagen hat das wohl schwerste Jahr hinter sich gelassen. Der Abgasskandal hallt dem Autobauer zwar noch nach, aber nun gilt es den nötigen Ausgleich in 2016 zu schaffen. VW-Chef Matthias Müller blickt positiv in die nächsten Monate und erhofft sich gute Absatzzahlen in diesem Jahr.

Schnelle Erholung erwartet

Neben VW sind nun auch andere Autohersteller in Ungnade gefallen bzw. sie werden von den amerikanischen Behörden noch daraufhin geprüft. Das relativiert den Fehltritt von Volkswagen ein wenig. Im Januar hat es bereits ein gutes Plus gegeben und dieser Trend habe sich im Februar fortgesetzt, so Müller. Er spricht davon, dass wir dieses Tief zügig überwinden“ werden. Müller ist in die Fussstapfen von Martin Winterkorn getreten und will den Konzern wieder besser positionieren.

„Wir können mit Respekt, aber auch Zuversicht auf das Jahr 2016 blicken“, sagte Müller. Es gilt nicht nur das Vertrauen der Käufer zurückzugewinnen, sondern auch das enorme Kostendefizit durch die millionenfachen Rückrufe herauszuarbeiten. Auch halten die Streitigkeiten mit der US-Justiz sowie Umweltbehörde an. Beantragt sind beim amerikanischen Justizministerium bis zu 46 Milliarden Dollar Strafe für die Manipulation der Abgaswerte. Dazu kommen die fast 600.000 zurückgeholten Autos aus den USA. Die Gespräche mit der Umweltbehörde EPA laufen noch bis zum 24. März, um bis dahin eine gemeinsame Lösung zu finden. „Was für uns wichtig ist: dass die Amerikaner nicht die Absicht haben, Volkswagen zu ruinieren“, so Müller.

Die Digitalisierung der VW-Fahrzeuge

Im Januar hatte sich Müller in Detroit einen grossen Fehltritt bei der Präsentation auf einer Messe geleistet. In Genf zeigte er sich nun mit einem besseren Drehbuch ausgestattet und auf der Bühne wurden auch nicht wie sonst alle Marken des Herstellers in höchsten Tönen gelobt. Müller sprach vielmehr von der Digitalisierung und warum VW hier eine Führungsposition einnehmen will.

Die VW-Autos sollen zusätzliche Funktionen erhalten und damit für mehr Zielgruppen interessant werden. Kommunikationsmöglichkeiten und die Vermittlung von Informationen während des Fahrens habe man deshalb ganz oben auf die Liste der drei grossen Forschungszentren gesetzt.