Gerade als Ruhe in den Handelsstreit einziehen sollte, entflammt die Debatte erneut. Seitens der USA wurden einmal mehr Äußerungen zu geplanten Strafzöllen laut. Peking hat sofort eine Antwort parat und somit geht es von vorne los. Wie Washington tatsächlich reagieren wird, bleibt abzuwarten.

Importzölle von 50 Mrd. US-Dollar

Die USA hat laut nachgedacht und die chinesischen Medien kritisieren die Drohung. Weiterhin würde man sich die Option von Importzöllen offen halten. Dabei geht es um 50 Milliarden US-Dollar, welche als Strafe für den angeblichen Diebstahl von geistigem Eigentum angedacht sind. „Chinas Haltung lautet wie stets: Wir wollen nicht kämpfen. Aber wir haben auch keine Angst zu kämpfen“, erklärte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Man wolle seine Interessen mit allen Mitteln verteidigen.

Die „Global Times“ brachte den Stein vermutlich ins Rollen. Sie warf der USA „Wahnvorstellungen“ vor. Erst vor kurzem hatte man sich auf eine Schlichtung des Handelsstreits einigen können. Nun brodelt es wieder und am Ende würde die USA ggf. allein dastehen. Gegenmaßnahmen aus China wurden bereits angekündigt. „Wenn die USA Spielchen spielen wollen, dann ist China mehr als willens mitzuspielen – und das bis ganz zum Schluss“, berichtete die Zeitung. Zwar untersteht diese der Kommunistischen Partei, spiegelt aber nicht bindend die Meinung der Regierung wider.

USA wird angezählt

Um es nicht so weit kommen zu lassen, warnen die in China tätigen US-Firmen davor, was Importzölle für Folgen hätten. Peking und Washington sollen es nicht eskalieren lassen. Vergeltungsmaßnahmen von beiden Seiten seien nicht auszuschließen, aber unerwünscht. Gefolgt von einer immer schlechteren Beziehung zwischen den zwei Handelsnationen.

Im März begann das Drama. US-Präsident Donald Trump entschied sich mit Strafzöllen zu drohen. Vor gut einer Woche hieß es dann, die Sanktionen für Stahl und Aluminium wären vom Tisch. Nun unterschrieb Trump ein Memorandum und bezog damit erneut eine feindlich gesinnte Position zu China.