Henkel schaut abermals über den Atlantik. Erst im letzten jahr investierte man mehr als vier Milliarden Euro in den USA. Damit erfolgte die Übernahme von zwei amerikanischen Firmen. Konzernchef Hans van Bylen peilt aber noch mehr an. Für ihn sind weitere Zukäufe denkbar.

Interessante Märkte entdeckt

„Wenn es Kaufgelegenheiten gibt, werden wir uns auch künftig anschauen, ob sie strategisch und preislich passen. In den USA sind wir zum Beispiel beim Verkauf von Schönheitspflegeprodukten insgesamt noch kein führender Anbieter“, erklärte Hans van Bylen während eines Interviews bei der „Welt am Sonntag“. Deshalb werde man sich auch künftig in den USA nach potentiellen Übernahmen umsehen.

Besonders interessant seien für den Henkel-Chef alle Produkte die mit Waschen und Reinigen zu tun haben. Plus das Klebstoffgeschäft. Zusätzliche Beteiligungen winscp , auch über die US-Grenzen hinaus, lässt sich van Bylen deshalb offen. Er spricht von einer „soliden Bilanz“, welche Kapital für neue Investitionen schafft.

Was bisher geschah…

… in 2016 fügte Henkel seiner Unternehmensgeschichte das US-Unternehmen Sun Products hinzu. Für den Waschmittelhersteller gab man 3,2 Milliarden Euro aus. Vor kurzem verschlang man auch den Verpackungsspezialisten Darex. Was Henkel fast eine Milliarde kostete. Ein Fokus auf die Geschäfte in den USA ist spürbar. „Für alle drei Unternehmensbereiche – Schönheitspflege, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Klebstoffe – sind die USA inzwischen der größte Absatzmarkt vor Deutschland, China und Russland“, stellte van Bylen fest.

Die Übernahme des laufenden Geschäfts bei Sun Products, wird Henkel ein starkes Jahr bescheren. „Das wird sich auch auf Konzernebene niederschlagen.“ Das erste Halbjahr 2017 erzielte neue Rekorde. Gewinn und Umsatz stiegen erheblich an. Am 14. November folgt die Bilanz für das dritte Quartal.

Die Aktie der Henkel AG & Co sehnt sich derzeit nach ihrem Jahreshoch. Mitte Juni hatte sie 128,94 Euro pro Wertpapier erzielt. Derzeit liegt sie bei 116,59 Euro je Beteiligung.