Der Juli war erneut ein starker Monat für die amerikanischen Autobauer. In den USA legte der Absatz um ein Fünftel zu. Ausländische Marken schauen etwas in die Röhre, wenngleich zum Teil mehr von den eigenen Herstellern erwartet wurde.

Die grossen Drei

Den Markt bestimmen nach wie vor die drei grossen Hersteller, wobei Ford die Analysten überrascht hat. Die 9,6 Prozent Wachstum wurden nicht erwartet. Bei General Motors (GM) und Chrysler fühlen sich die Experten hingegen etwas enttäuscht, wenngleich auch sie zugelegt haben. Insgesamt wuchs der Markt um knappe neun Prozent, die Analysten hatten etwas mehr erhofft. 1,43 Millionen Autos, darunter auch Pickups, wurden verkauft.

Um den Markt weiter attraktiv zu gestalten, genügte nicht nur das Vertrauen der Käufer. Die Autobauer haben zum Teil mit massiven Rabatten gezielt Kaufreize gesetzt. Solche Einsparungen waren zuletzt im Juli 2010 möglich. Im Sommer scheint die Zeit zum Autokauf ideal, denn die Hersteller schlagen mit Aktionen um sich. Der positive Trend überrascht auch deshalb ein wenig mehr, weil zuletzt viele Produzenten massenhaft Modelle zwecks Mängeln zurückrufen mussten. „Die Kunden schauen nicht mehr auf die jüngsten Rückrufe. Sie sehen die steigenden Benzinpreise, die günstigen Zinsen und die Rabatte. Das alles macht es einfacher für sie, ein neues Auto zu kaufen“, erklärt Analystin Jessica Caldwell.

Gute US-Konjunktur schuld

Für Anleger der Autokonzerne gibt es demnach bessere Renditen derzeit. Die US-Konjunktur hat sich verbessert, etwas mehr als erwartet. Die gesunkene Arbeitslosigkeit animiert zu mehr Autokäufen. Vor allem Pickups und Jeeps sind derzeit sehr gefragt. Auch SUVs, die Ableger der grossen Geländewagen, sind bei den US-Bürgern sehr beliebt. Allein die Marke Jeep schuf sich ein Verkaufsplus von 41 Prozent.

Schwächeln tun hingegen die Modelle von Volkswagen und Honda. Beide Unternehmen schaffen es einfach nicht Fuss zu fassen. Die heimischen Autobauer haben den Stein im Brett bei den Kunden. Volkswagen hatte sogar einen speziell für Nordamerika entwickelten Passat auf den Markt gebracht, der nun immer weniger gekauft wird.