Uber versteht sich als erfolgreicher Vermittler von Fahrdienstleistungen. Nutzer können via App eine Fahrgelegenheit buchen und sparen dabei häufig Geld gegenüber dem klassischen Taxi ein. Nun sucht Uber wieder nach Investoren und will seinen Marktwert weiter aufstocken. Zur Debatte steht auch immer noch der geplante Börsengang.

Über 60 Milliarden Dollar Firmenwert

In San Francisco hat alles begonnen und Uber gilt weiterhin als Startup, wenngleich das Unternehmen schon mehr als 60 Milliarden US-Dollar wert sein soll. Nun fragt der Fahrdienst nach weiteren 2 Milliarden bei seinen Investoren nach. Die Expansion kann Uber nicht schnell genug gehen. Hauptsache man verschätzt sich nicht mit dem Firmenwert.

Die „New York Times“ schreibt schon von 62,5 Milliarden Dollar. Dabei war Uber zur letzten Finanzierungsrunde gerade einmal 50 Milliarden Dollar schwer gewesen. Die Beurteilung ist wichtig für Geldanleger, denn mit ihr ergibt sich der prozentuale Anteil an der Firma. Die nun angefragten 2,1 Milliarden würden 3,3 Prozent bringen.

Derweilen warten alle noch auf den Börsengang, welchen Uber schon Mitte August angekündigt hat. Das Geschäft mit den Transportdiensten läuft scheinbar einwandfrei und der weltweiten Expansion steht nichts im Weg. Vielleicht doch, denn die klassische Taxi-Branche ist über den Wettbewerb nicht erfreut. Ach einige Behörden wollen Uber wegen unfairen Wettbewerb einstellen lassen.

VW verkauft notfalls Tochterfirmen

Wir bleiben bei den rollenden Fahrgelegenheiten und schauen rüber zu Volkswagen. Der Konzern leidet immens unter dem Abgasskandal und sieht sich vor einen enormen Kostenberg gestellt. Dieser soll mit einem Milliardenkredit bewältigt werden, doch woher das Geld dafür nehmen? VW erwägt einige Unternehmensanteile zu veräussern.

Unter Berufung auf Insider soll VW schon mit seinen Gläubigern gesprochen haben. Der Überbrückungskredit könnte im Zweifelsfall durch den Verkauf von Unternehmensanteilen realisiert werden. Diese würden dann als etwaige Sicherheit dienen, sollte VW der Zahlungsausfall drohen. Wir sprechen hier von immerhin 20 Milliarden Euro.

Doch wovon würde sich Volkswagen am ehesten trennen? Der LKW-Hersteller MAN steht wohl ganz oben auf der Liste. Von VW, Audi und Porsche will man sich wenn möglich nicht lösen müssen. Weitere Anteile bestehen in der Herstellung von Schiffstriebwerken und Minikraftwerken. Oder wie wäre es mit Anteilen von Bentley und Lamborghini an der Börse?