Unter seinem Leitspruch „Make America great again“, hat US-Präsident Donald Trump den Wahlkampf gewonnen. Er ist ein Mann der Tat, sodass seine Worte von Nachhaltigkeit geprägt sind. Allerdings ist ihm dafür jedes Mittel recht. Hauptsache die USA stehen im Fokus und erleiden keinerlei Nachteil. Seine Ankündigung für Strafzölle bei Stahl- und Aluminiumimporten trifft nun auf massiven Widerstand. Was die US-Börsen erheblich belastet und die Kurse fallen lässt.

Viele Industrien betroffen, vor allem Autohersteller

Vom Autobauer Toyota ist bereits zu hören, dass die künftige Produktion erheblich teurer ausfallen dürfe. Vom japanischen Konzern heißt es, dass so starke Nachteile für Produzenten, Zulieferer und schlussendlich die Konsumenten entstehen. Wobei 90 Prozent des Aluminiums und Stahls für den Autobauer eben aus den USA kommt. Somit dürfte sich der finanzielle Ballast wenig bemerkbar machen oder?

Von Donald Trump heißt es, dass ausländischer Stahl künftig mit 25 Prozent und Aluminium mit 10 Prozent verzollt werden sollen. Europäische Politiker und der Nachbar Kanada haben Gegenmaßnahmen angekündigt. Ebenso China dürfte sich darüber nicht freuen. Das Land jenseits des Pazifiks ist dem Präsidenten schon lange ein Dorn im Auge. Nur allein die Befürchtung eines Handelskriegs zwischen China und den USA, hatte die US-Börsen abstürzen lassen.

Noch stehen die Details zu den Strafzöllen aus. So könnten manche Länder von ihnen ausgenommen sein. Wenn Trumps Worte stimmen, dürfte es aber keine Ausnahmen geben.

Rasches Handeln von der EU gefordert

Ein Appell an die WTO-Regeln wurde laut. Deutschland und andere EU-Länder müssten rasch handeln, um Trump zuvorzukommen. Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, spricht von einem konsequenten Handeln mit den Instrumenten, welche die WTO hierfür bereitstellt.

Zwischen 2011 und 2017 exportierte Deutschland zunehmend mehr Stahl in die USA. Heute belegt man den achten Platz. Einige Politiker befürchten nun einen ernsthaften Handelsstreit. „Das ist rücksichtloser Nationalismus und Protektionismus in Reinform“, erklärte der SPD-Handelsexperte Bernd Lange.

Auch Kanada stimmt mit ein und spricht von einer inakzeptablen Situation. Strafzölle auf Stahl und Aluminium hätten Konsequenzen. Kanada gilt als weltweit größter Abnehmer der Metalle aus den USA.

Scharfe Kritik und das vertragen die US-Börsen gar nicht. Nach Trumps Ankündigung fiel der Dow Jones um 2,3 Prozent. Schlussendlich beendete er den Handelstag bei 24.610 Punkten und damit 1,7 Prozent tiefer.