Beim Sportartikelhersteller Puma lief es schon lange nicht mehr rund. Der Konzern musste sich neu strukturieren und auf andere Marketing-Strategien zurückgreifen. Doch dies alles scheint Wirkung zu zeigen. Zwar bricht der Gewinn abermals ein, aber der Firmenchef gibt eine positive Prognose ab und bittet die Anleger zeitgleich noch etwas Geduld zu haben.

Werbung und Partnerschaft kosten

Zum einen hat sich Puma dazu entschieden, den Londoner Fussballverein Arsenal zu sponsern, zum anderen investiert der Hersteller viel Geld und eine neue Werbekampagne. Beides wird grosse Früchte tragen, doch das braucht eben Zeit. Im dritten Quartal konnte zumindest der Umsatz wieder schwarze Zahlen schreiben. Das erste Plus seit Ende 2012 steht wieder in den Büchern fest. Der Gewinnüberschuss musste derweilen weiter leiden und ging um 45 Prozent runter. Nur noch 29 Millionen Euro stehen hier in der Bilanz.

Mit „Forever Faster“ hat Puma aber scheinbar den Geschmack der Kunden getroffen, da diese bei den Händlern gut einkauften. Der Plan von Vorstandschef Björn Gulden scheint aufzugehen, denn er will Puma nicht nur den Verbrauchern schmackhaft machen, sondern seine Artikel auch verstärkt im Leistungssport unterbringen. „Unsere Kunden wissen nun, dass mit Puma wieder zu rechnen ist“, erklärte Gulden und somit wissen auch die Anleger, dass bald bessere Zeiten für Puma anbrechen dürften.

Neuer Plan fruchtet

Gulden selbst ist in seiner Position erst seit letztem Jahr tätig und damals hatte er grosse Veränderungen angekündigt. Er hatte die Schwächen erkannt und dem Unternehmen eine Kur verpasst, die in einer Neuausrichtung mündete. „Das Jahr 2014 markiert für Puma weiterhin die Trendwende in der Geschäftsentwicklung.“ Daher korrigierte er seine Umsatzprognose für das Jahr auch etwas nach oben. Bei den Erlösen soll das Unternehmen keine Stagnation erreichen, sondern sogar etwas Wachstum zeigen. Für die Aktionäre sagt er eine Rendite von drei Prozent vorher. Deutlich besser als die 0,2 Prozent im letzten Jahr.

Ein wichtiger Indikator für Gulden sei dabei, dass die Umsätze im dritten Quartal um 3,7 Prozent angestiegen sind. 843 Millionen Euro geben Grund zur Freude und ein grösseres Stück vom Markt, bei dem Konkurrent Adidas immer noch die Nase vorn hat. winscp client download