Die Bank Morgan Stanley hat eine grosse Aufräumaktion angekündigt. Das Geschäft mit Anleihen und Devisen braucht eine neue Struktur, wofür es Hunderte von Stellen abzubauen gilt. Das wurde durch eine Person bekannt, die mit den Vorgängen vertraut sein soll. Nun droht jedem vierten Mitarbeiter der Sparte die Kündigung.

Schwaches Handelsgeschäft hält an

Wenn sich Morgan Stanley zu diesem Schritt entschliessen sollte, glauben die Banker wohl nicht an eine schnelle Erholung des Handelsgeschäftes. Die Büros für die Sparte und die Handelsräume müssen nun um ihre Jobs bangen. In London zieht man dann den Rotstift wohl etwas häufiger als in New York.

Die Kunden von Morgan Stanley geben den Ton an und diese legten in der Vergangenheit kein hohes Tempo mehr vor. Das wird wohl auch so bleiben und deshalb muss die Bank nun handeln. Die Investoren wollen eine höhere Eigenkapitalrendite und beim Personal lässt sich bekanntlich viel Geld sparen. CEO und Chairman James Gorman hatte eine Rendite von 10 Prozent in Aussicht gestellt und dieses Ziel dann grob verfehlt.

Auch die Auflagen für US-Banken verschärften sich in den letzten Monaten. Sie müssen nun mehr Bonds und Schuldtitel bereithalten. Das verändert die Lage an den Finanzmärkten erheblich und dafür müssen nun zig Mitarbeiter ihren Platz räumen. Konkrete Zahlen und ein Termin fehlen bislang winscp download windows , da es sich hier auch noch nicht um die offizielle Ankündigung handelt.

Banken sollen handeln

„Das jetzige Vorhaben signalisiert zwar nicht, dass sie einen anhaltenden Abwärtstrend in diesem Jahr befürchten, zeigt aber, dass sie eine deutliche Erholung in der nahen oder mittleren Zukunft erwarten“, erklärt Analyst Steven Chubak von Nomura. Die Banken sitzen also zwischen den Stühlen und wollen Sicherheit für ihre Investoren schaffen. Die warten nämlich schon auf ein bestimmtes Handeln. 9 Prozent Gesamtrendite könnte Morgan Stanley dieses Jahr schaffen, meint Chubak.

Nach der Finanzkrise räumten viele grosse Geldinstitute auf, sei es die Deutsche Bank, Goldman Sachs oder Morgan Stanley. Sie haben sich weitestgehend von festverzinsten Wertpapieren verabschiedet. Damit wollen sie sich gegen eine erneute Krise an den Finanzmärkten schützen.