Die weltweite Fastfood-Kette McDonalds hat mit zunehmenden Image-Verlusten zu kämpfen. Da nützen auch die gross angelegten Werbekampagnen hinsichtlich Herstellung und gesundem Essen scheinbar nichts. Die aktuellen Umsatzeinbussen hatte der Konzern zuletzt vor zehn Jahren.

Fleischskandal in China

Bei uns wirbt McDonalds mit seiner einwandfreien Herstellung von Fleischprodukten und in China wurde ein grosser Skandal aufgedeckt. Gammelfleisch, dieses allseits beliebte Wort, wird nun auch dem Fastfood-Hersteller vorgeworfen. Ein Zulieferer vor Ort wurde anscheinend nicht hinreichend kontrolliert, die Behörden haben Shanghai Husi Food bereits im Juli gewarnt. Fleisch mit abgelaufener Haltbarkeit wurde bewusst an Unternehmen wie McDonalds verkauft.

Als wäre das nicht schon genug Schaden am Image, laufen die Kunden im Heimatmarkt der USA auch noch weg. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 3,7 Prozent weniger Umsatz erzielt. Die Anleger waren darauf schon gefasst gewesen, aber nicht auf einen derartigen Absturz. In den USA lief es mit minus 2,8 Prozent Umsatz noch etwas milder. Vor allem Jugendliche und Kunden bis in die 30er wandern gern in andere Schnellrestaurants ab. Frische gilt als oberstes Gebot. Die Service-Schnelligkeit ist der zweite Punkt, an dem McDonalds arbeiten will. In Europa ging der Umsatz nur um 0,7 Prozent zurück. Das lag an Kontrollen in Russland, aber in Grossbritannien wurden mehr Burger gekauft.

Vertrauen zurückgewinnen

Vielleicht laufen auch gerade deshalb so viele Werbespots von McDonalds wie schon lange nicht mehr. Einer davon bezieht sich auf die Herstellung des Fleisches für den deutschen Markt, ein anderer Spot zeigt gesunde Alternativen, sodass man nun auch Obst im Fastfood-Geschäft erwerben kann oder leckere Smoothies. Das angeschlagene Ansehen muss wieder hergestellt werden. Das kostet natürlich viel Geld und wirkt sich somit drückend auf die Gewinne aus.

Versprochen wurden auch schärfere Kontrollen bei den Zulieferern. Sogar eine Verbraucher-Hotline wurde eingerichtet, damit anonym Hinweise zu fehlerhaftem Verhalten der Produzenten abgegeben werden können.