Der Schweizer Schokoladen-Hersteller Lindt hat neue Aktivitäten auf dem amerikanischen Kontinent angekündigt. Zwar waren die Unternehmungen des letzten Jahres schon von Erfolg gekrönt, doch der Konzern will noch mehr erreichen und plant dafür einen ziemlich teuren Zukauf.

Die Amerikaner kennen Lindt bereits

Lindt & Sprüngli haben bereits goldene Schokoladenhasen und die berühmten Lindor-Kugeln nach Amerika gebracht. Doch was die Bürger vielleicht noch mehr lieben wären einheimische Pralinen. Im Herbst hatte man deshalb schon den Pralinenhersteller Russel Stover übernommen. Nun verkündete man bei Lindt auch ein Umsatzplus von knapp zehn Prozent. Konzernchef Ernst Tanner hat nun grosses vor!

„Wir gehen davon aus, dass die (bisherige) Gruppe weiterhin jährlich zwischen sechs und acht Prozent zulegt. Und wir gehen davon aus, dass Russel Stover in der gleichen Grössenordnung wachsen kann“, erklärte der Lindt-Chef mit Blick bis 2016. In 2015 geht es nun aber zunächst um die Integrierung der neuen Firma und das Ziel des Jahresumsatzes von 500 Millionen Dollar.

Das hören die Börsianer natürlich gern, der Kauf der privaten US-Firma trägt seine ersten Früchte. Schon ohne Russel Stover gab es in Amerika gute Geschäfte mit 14 Prozent mehr Wachstum. Zum Vergleich war Europa mit „nur“ 6,5 Prozent ein kleinerer Faktor in der Bilanz. Aber gerade der deutsche und französische Markt haben zugelegt. Der konkrete Gewinn für 2014 soll am 10. März veröffentlicht werden. Die höheren Margen sollen sich mit den Kosten der Übernahme in etwa ausgleichen. Lindt hält an der Schweizer Börse die schwerste Aktie und diese stieg nach der Bekanntgabe der Zahlen um fast zwei Prozent auf 59.150 Franken an.

Umsatzzahlen aus 2014

Die Edelschokolade von Lindt macht weiterhin grosse Sprünge. Bis zu acht Prozent hatte man sich im Laufe des vergangenen Jahres erhofft, 9,8 Prozent waren es dann am Ende. (nach 8 Prozent in 2013) Inklusive Russel Stover wuchsen die Verkäufe um 17 Prozent, der Umsatz liegt bei umgerechnet 2,8 Milliarden Euro. Tanner zeigt sich zufrieden: „Der Umsatz bei Russel Stover lag im Rahmen unserer Erwartungen.“ Nun muss sich zeigen, was der US-Schokoladenhersteller im Verlauf eines gesamten Jahres schaffen kann.