Der Spielzeughersteller Lego aus Dänemark hat die Marktführung übernommen. Nun wurde der härteste Konkurrent, die Barbie, überholt. Der Konzern könnte noch ein Geheimtipp für Anleger sein. Den aktuellen Erfolg verdankt Lego unter anderem seinem neuesten Film. Langfristig will man sich aber weiterhin auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Bausteine auf Erfolgskurs

Kinder spielen lieber mit den Bausteinen von Lego als mit der Barbie. „The Lego Movie“ war ein ideales Sprungbrett, denn die damit vermarkteten Produkte konnten gut abgesetzt werden. Das erste Halbjahr 2014 verzeichnet ein starkes Plus, was den Spielzeugkonzern ganz knapp auf Platz 1 am Markt brachte. Ein grosser Abstand zum US-Rivalen der die Barby produziert ist es aber noch nicht. Jetzt geht es auf das Weihnachtsgeschäft zu und da wird sich zeigen, wer die meisten Käufer für sich gewinnen kann.

Der Mattel-Konzern musste seine Anleger um Juli enttäuschen, denn die Barbie hat sich nicht so gut verkauft wie erhofft. Folgt jetzt vielleicht wieder ein Barbie-Film um den Umsatz anzukurbeln? Mattel hat aber auch eingekauft und zwar den Lego-Konkurrenten Mega Brands aus Kanada. Damit steigt der Wettbewerb zwischen den beiden grossen Spielzeugherstellern.

Lego selbst stapelt tief und ist sich seines nur vorübergehenden Erfolgs bewusst. „Es bleibt abzuwarten puttygen , wie sich die Produktlinie um den Film entwickelt“, erklärte Konzernchef Jørgen Vig Knudstorp. Ein weiterer Aufschwung wird mit dem Verkauf der DVD erwartet, der nun bald starten soll. In den Kinos hat er 468 Millionen US-Dollar eingespielt. 2017 soll dann mit „The Lego Movie 2“ eine Fortsetzung der animierten Spielzeuge kommen. Warner Bros. will zudem schon in 2015 einen „Ninjago“-Film herausbringen, welcher die gleichnamige Serie von Lego als Grundlage nimmt. Dennoch soll das Kerngeschäft im Vertrieb der Produkte rund um die Filme liegen und nicht etwas auf der Produktion und Lizensierung der Streifen.

Interessante Lego-Statistik

Eine Schätzung des Konzerns besagt, dass jeder Mensch theoretisch 86 Legosteine besitzt, wenn man die Zahl der verkauften Produkte durch die Einwohner der Erde teilt. Für die Zukunft will Lego sich allem Neuen öffnen, da immer mehr Kinder Computer, Smartphones und Konsolen bevorzugen. Klassische Bausteine machen schon längst nicht mehr das Rennen.