Für zwei große US-Banken brechen scheinbar bessere Zeiten an. JPMorgan Chase hat einen Bericht zu seiner positiven Entwicklung veröffentlicht. Auch die Citigroup deklariert ein starkes Quartal. Wird es bei beiden Geldinstituten so bleiben?

Drittes Quartal von Krediten angetrieben

Im Kern waren es die zahlreichen Kreditvergaben. Sowohl JPMorgan Chase, als auch Citigroup, verzeichneten deshalb ein überragendes Quartal. Negativ fielen die Handelssparten auf, aber dank der Darlehen, blieben sie im Plus. Die Zwischenberichte lassen sich gut lesen und machen Hoffnung auf einen starken Jahresabschluss.

JPMorgan gilt als größte Bank der USA und erzielte 6,7 Milliarden US-Dollar. Die umgerechnet 5,7 Mrd. Euro bedeuten ein Plus von sieben Prozent im Vorjahresvergleich. Alle Erträge zusammen genommen, erzielte die Bank 26,2 Milliarden Dollar und damit drei Prozent mehr. JPMorgan habe „solide Ergebnisse“ geliefert, erklärte Vorstandschef Jamie Dimon. Er stellte auch einen weiterhin positiven Ausblick in den Raum: „Der Weltwirtschaft geht es gut, der US-Verbraucher bleibt gesund und verzeichnet solide Einkommenszuwächse.“

Lösungen fehlen aber immer noch im Bereich der Kapitalmärkte. Wertpapieren, Rohstoffe und insbesondere Währungen, leiden unter politischen Unruhen. Sei es in den USA oder dem vom Brexit bedrohten Großbritannien. Zwar hatte man erst von gewissen Vorteilen profitiert, doch im dritten Quartal 2017 beruhigte sich die Lage. Vom Anleihehandel ganz zu schweigen, welcher bei JPMorgan ein Minus von 27 Prozent erlitt.

Erwartungen übertroffen – Anleger reagieren verhalten

Von der Wall Street heißt es, dass der Bericht die gestellten Erwartungen übertroffen hat. Am Morgen ging die Aktie trotzdem leicht zurück. Bei der Citigroup zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Eine hohe Anzahl vergebener Kredite, die Expansion im Investmentbanking, sowie Sondererlöse, trieben die positive Bilanz an. Auch schaffte man es geringere Kosten durchzusetzen. Seitens der Citigroup beklagt man aber ebenfalls ein schwaches Geschäft an den Kapitalmärkten. Zum Gewinnwachstum von acht Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar, sagte Citi-Chef Michael Corbat: „Wir haben ein sehr starkes Quartal abgeliefert.“