Corona zwingt die Menscheheit rund um den Globus daheim zu bleiben. Wer übermäßig viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt, will sich abwechslungsreich beschäftigen. Davon profitiert die Gaming-Branche ganz besonders. Aktien bestimmter Entwickler sind jetzt besonders gefragt.

Nintendo, Sony & Co legen zu

Am 12. März 2020 kostete eine Nintendo-Aktie noch etwa 275,00€. Ihr aktueller Kurs steht bei 387,00€. Vor wenigen Tagen erzielte sie ein lang ersehntes Hoch von 408,20€. Sie legte damit stellenweise über 33 Prozent zu.

Ein ähnlicher Trend ergab sich bei Sony. Mitte März stand das Wertpapier noch bei rund 46,00€. Aktuell ist sie für 60,39€ das Stück zu haben. Bei der Sony Playstation hatte man bspw. angekündigt, beliebte Titel kostenfrei bereitzustellen. Zugang erhalten alle Abonnenten von PS Plus. So einen Deal der Woche könnte es jetzt öfters geben.

Wenngleich viele die Gürtel wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit enger schnallen müssen: Das Geld für Konsolen scheint da zu sein. Die Nintendo Switch kämpft derzeit mit Lieferengpässen, weil die Nachfrage unerwartet hoch ist. Auch ältere Spielkonsolen sind bei eBay & Co sehr gefragt. Die überhöhten Preise für gebrauchte Elektronik spielt dabei scheinbar keine Rolle.

Neben den Konsolenherstellern, sind auch jene Aktien der Entwickler heiß begehrt. Electronic Arts, Ubisoft und TakeTwo verzeichnen interessantes Wachstum. Wie nachhaltig dieses sein wird, muss sich noch zeigen. Zwar freuen sich die Entwickler über steigende Online-Nutzerzahlen, aber diese müssen auch entsprechend mehr Umsatz generieren. Ansonsten steht der nachhaltige Effekt für Anleger auf der Kippe.

Gaming-Branche zeigt sich flexibel

Wenngleich sich fast alles im Internet abspielt, ist die Gaming-Branche auch vom Lockdown betroffen. So hat die deutsche Bundesregierung bis Ende August alle Großveranstaltungen untersagt. Dies betrifft auch die weltweit beliebte Gamescom 2020. Die legendären hallen in Köln bleiben dieses Jahr zwar leer, aber die wichtigsten Veranstaltungen finden online statt. Derzeit arbeitet die Messe mit Hochdruck an weiteren Modulen. Wohl mit dem Ziel, so wenig wie möglich ausfallen zu lassen, worauf die Fans sich gefreut haben.