Das dürfte Donald Trump nur bedingt freuen. So hatte er doch Strafzölle und weiteren Widerstand für jene Autobauer angekündigt, welche in Mexiko statt den USA produzieren lassen wollen. Doch die Münchner versuchen den Spagat zu schaffen. Geld soll sowohl in den USA als auch nach Mexiko fließen.

Das Spiel mit der Gefahr

Schließlich gibt es nicht nur die USA als Abnehmer von BMW-Fahrzeugen. Konzernchef Harald Krüger hatte beim Besuch von Angela Merkel kurz mit Trump gesprochen und ihm erklärt, dass man weitere Millionen für den Produktionsort Spartanburg eingeplant habe. In den vergangenen zehn Jahren habe man schon mehr als 220 Millionen Dollar in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter gesteckt, hieß es dabei. Und genau hier will man fortsetzen. Krüger meinte: „Wir planen, in den nächsten fünf Jahren noch einmal fast genau so viel zu investieren, damit wir unsere Mitarbeiter auch weiterhin in zukünftigen Technologien schulen können.“

Er sprach dabei von „Mady by BMW in the USA“ und das dies ein guter Plan zur Stärkung der US-Wirtschaft sei. In Spartanburg sind derzeit 9.000 Personen angestellt.

BMW will auch in Mexiko investieren

Was Trump zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch nicht wusste ist, dass BMW auch in Mexiko expandieren will. 2016 begann der Autobauer aus München mit dem Bau eines neuen Werks. 2019 soll der offizielle Start erfolgen. Trotz der Drohungen von US-Präsident Donald Trump, bleibt es bei diesem Vorhaben. „Wir stehen zu unseren Entscheidungen. Wir ziehen mit unseren Zulieferern nach San Luis Potosí“, erklärte BWM Einkaufschef Markus Duesmann gegenüber der „Automobilwoche“.

Sollte es Strafzölle geben, werde man flexibel reagieren und sich einfach an der Nachfrage orientieren. Falls überhaupt notwendig, sei dies erst mit der beginnenden Produktion ab 2019 ein Thema. Das Werk in South Carolina könnte man auch anpassen. „Wir müssten dann vielleicht auch da umschichten. Dann wäre für die USA nichts gewonnen“, erklärte Duesmann weiter. Das klingt nach einer indirekten Drohung gegen Trump.