Ein weiterer Deal für den europäischen Flugzeughersteller Airbus ist im Sack. Die amerikanische Delta Air Lines hat 100 Mittelstreckenjets in Auftrag gegeben. Womit Rivale Boeing erneut leer ausgeht. Airbus hat damit im US-Markt erneut punkten können. Nun gilt 100 Maschinen der A321 neo in der langen Version zu fertigen.

Gesamtwert von 10,8 Milliarden Euro

Ein ganz dicker Fisch für Airbus, denn umgerechnet legt Delta Air Lines 12,7 Milliarden US-Dollar hin. Sofern es nur nach Listenpreis geht und keine Extras gewünscht sind. Andererseits gewähren Flugzeugbauer auch satte Rabatte, wenn in so großen Mengen bestellt wird. Anfang 2020 soll es dann zur Auslieferung der Maschinen kommen. Boeing hatte sich wohl auch um diesen Auftrag beworben.

Airbus-Chef Enders geht im Frühjahr 2019

Eine andere Nachricht entspringt der Chefetage bei Airbus. Thomas Enders wird seinen Posten als Chef des Flugzeugbauers im Frühjahr 2019 verlassen. Dann läuft sein Vertrag aus und er beabsichtige keine Verlängerung, heißt es. Zuvor verabschiedet sich schon Fabrice Brégier im Februar 2018. Er gilt als die Nummer Zwei im Konzern. An seine Stelle tritt Guillaume Faury, welcher bislang die Helikopter-Sparte in den Fokus stellte. So entschied es der Verwaltungsrat am Donnerstag.

„Das Privileg, dieser großartigen Firma gedient zu haben, kommt mit der Verantwortung, einen geschmeidigen Übergang zu unterstützen, wenn die Zeit reif ist“, erklärte Enders. Er wünscht sich für seinen Arbeitgeber „frische Köpfe“.

Vermutlich sind diese Beschlüsse ein Resultat der Korruptionsvorwürfe. Generell gibt es schon seit Monaten heftige Diskussionen um Personalveränderungen an vorderster Front. Nun ist gewiss, dass zwei Top-Manager von Airbus auf absehbare Zeit das Unternehmen verlassen.

Im Management verzeichnet man weiterhin vielfältige Wechsel. Seit über einem Jahrzehnt herrschen Unruhen im Konzern. Hinzu kommen die Anschuldigungen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Airbus sei käuflich und korrupt.

Plus die technischen Schwierigkeiten an Triebwerken und anderen Flugzeugteilen. Weshalb sich manche Auslieferungen verzögern und Maschinen zurückgeholt werden müssen.